Blutdiagnostik im Dunkelfeld (Fachbuch)
Dyskratische Veränderungen des Blutes und Tumormilieu
Therapieverlauf bei einer Tumorpatientin
Symptome im Blut


Die Dunkelfeld-Blutdiagnostik ist eine Methode zur Frühesterkennung chronischer bzw. maligner Erkrankungen in einem Stadium, in dem der Organismus noch nicht so weit geschwächt ist, daß er sich nur schwer wieder erholen kann, die aber auch eine aussagekräftige Kontrolle einer Therapie erlaubt.
Seit mehr als 200 Jahren sind Verfahren einer solchen Vorfelddiagnostik aus dem medizinischen Schrifttum bekannt! Und viele namhafte Forscher arbeiteten an Methoden, die eine frühestmögliche Diagnostik aus dem Blut zulassen. Näheres auch unter Patientenleitfaden.

Vorgehensweise:
Aus einem lebenden und unbehandelten Blutstropfen, dem sogenannten "Vitalblut" oder auch "Nativblut" und einem getrockneten gut fixierten und dann gefärbten Blutausstrich.
Vor allem in Verbindung mit der Biologischen Terrainanalyse nach Vincent - BEV, ist es eine einfache Methode zur Bestimmung der Krebsdisposition zu einer sogenannten Präkanzerosetendenz.
Der große Krebsarzt Dr. med. Josef Issels (1908-1998) sagte 1972 sehr treffend: "Wenn das gegenwärtig verfügbare theoretische und empirische Wissen konsequent in sinnvoller Kombination von klassischen Tumorwaffen und interner Krebstherapie angewandt werden würde, könnten heute schon mehr Heilungen bei Krebs erzielt werden!"
In den letzten drei Jahrzehnten vollzog sich eine grundlegende Wandlung in der Auffassung des Krebsgeschehens dahingehend, daß Krebs eine Allgemeinerkrankung, genauer gesagt eine energetische Schwäche des Immunsystems des Organismus ist. Krebs ist also keine lokale Krankheit, sondern befällt den Menschen als Ganzes. Der kranke Mensch, nicht allein das Symptom seiner Krankheit, bedarf einer Heilbehandlung!
Seit ca. 200 Jahren wird eine mikrobielle bzw. virale Theorie des Krebses in zahlreichen Veröffentlichungen beschrieben.
Trotz unterschiedlicher Anliegen, die diese Wissenschaftler verfolgten, stehen sie doch alle auf dem Boden des Pleomorphismus. Bei allen Arbeiten besteht eine Übereinstimmung in der Schilderung der Morphologie (= Form und Struktur) und des kulturellen Verhaltens dieser Mikroorganismen.

Pleomorphismus von griechisch = mehrgestaltig. - "Mehrgestaltigkeit" oder "Vielgestaltigkeit" Die Lehre von der Veränderlichkeit bzw. einem vielgestaltigen Auftreten, das heißt, einer zyklischen Entwicklung von Mikroorganismen. Demnach sind Viren, Bakterien und auch Pilze unterschiedliche Entwicklungsformen der Krankheitserreger. Dabei gibt es unzählige Zwischenformen, für deren Art der Entwicklung der jeweilige Nährboden ausschlaggebend ist. Das bedeutet, daß diese Mikroben - je nach vorgefundenem Milieu günstig oder ungünstig fürs eigene Überleben - ihre Form verändern, wie von vielen dieser Forscher festgestellt wurde.
Alle diese Forscher gingen bei ihren experimentellen Arbeiten von lebendem Material aus, von Blut, Gewebeschnitten, Tumormaterial usw. Es wurde übereinstimmend ein "pleomorpher Mikroorganismus" beschrieben, der sich im Blut von gesunden und kranken Menschen und Tieren, vor allem aber im krebskranken Organismus, besonders im Gewebe bösartiger Geschwülste nachweisen ließ. Die Kulturen ließen einen milieuabhängigen Entwicklungszyklus erkennen. Die Anzüchtung dieses Mikroorganismus gelang auf festen und flüssigen Nährböden. Aus Blut und Geschwulstexudaten entwickelten sie sich aus feinsten Kolloiden, unter starker Vergrößerung im mikroskopischen Dunkelfeld, sichtbar größer werdend. Sie können sich zu Bläschen und Stäbchen auswachsen und sind in der Lage sich zu vermehren. Sie entsprechen morphologisch den Bakterien, denn sie besitzen Zytoplasma und Zellmembran. Auch Pilz-Myzelienbildung wurde beobachtet und beschrieben.

Das Gegenteil der pleomorphistischen Theorie, ist der "Monomorphismus" von griechisch monomorph = eingestaltig - nach dessen Lehre jedes Bakterium nur in einer einzigen und unveränderlichen Form aufzutreten vermag. Nach dieser Lehre und ihrem bedeutendsten Vertreter nach Louis Pasteur, wurden alle Mikroorganismen: Bakterien, Pilze usw. in unveränderliche Arten und Gattungen eingeteilt. Er vertrat die Ansicht, daß jedem Bakterium eine ganz spezifische Krankheit zuzuordnen sei, eine Ansicht die ja auch noch heute herrscht, genau wie die, daß das Blut steril sei. Der Franzose Bechamp vertrat auch die pleomorphistische Theorie, er konnte beweisen, daß in absterbenden, bzw. abgestorbenen tierischen und pflanzlichen Zellen, winzigste Partikelchen nicht zugrunde gingen, sondern lebensfähig blieben. Stellte man ihnen nur ein geeignetes Milieu, d.h. einen für ihre Vermehrung günstigen Nährboden, zur Verfügung, so konnten sie sich weiter auswachsen und Zykloden bilden. Zyklode = von cyclos griechisch - der Kreis. Diese milieuabhängige Aufwärtsentwicklung von Mikroorganismen wird als Cyclogenie bezeichnet.

Von Enderlein wurde erstmals 1916 der Begriff "Endobiont" bzw. die "Endobiose" = Befall der Blutzellen durch pathogene Formen der Erreger erwähnt. Die verschiedenen Wuchsformen der besagten Mikroorganismen im Blut, nannte er Endobionten. Die Endobiose bezeichnete Enderlein auch als Stausucht, wie in seiner "Bakterien-Cyclogenie" 1916 erstmals beschrieben. Er geht davon aus, daß sich durch diese höher valenten Wuchsformen, die sich zu riesigen Gebilden auswachsen können, zu Verstauungen bzw. thromboseartigen Zuständen führen können. Von Enderlein stammt eine genaue Systematik der hierbei im mikroskopischen Dunkelfeld zu beobachtenden Einzelheiten und ihrer diagnostischen Auswertungen. Für Enderlein ist jeder Krankheits- und Heilungsverlauf an bestimmte Gesetzmäßigkeiten gebunden.
Mit dem Begriff der "Endobiose" (1937) wurden wichtige diagnostische und therapeutische Ansätze für chronische und maligne (bösartige) Erkrankungen geschaffen. Historische Synonyme sind: "Dyskrasie" von Hippokrates (460 bis 377 v. Chr.), oder der "Psora" von Hahnemann. Beide drücken eine "konstitutionelle Minderwertigkeit" aus, die den Boden für schwerere Stoffwechselentgleisungen bildet und jeder ganzheitlichen Therapie den Weg versperrt.
Das von Enderlein ausgebaute Verfahren einer Blutuntersuchung im mikroskopischen Dunkelfeld, ermöglicht uns einen umfassenden Einblick in das mikrobiologische Geschehen so mancher Leiden in frühesten Stadien. Hiermit besitzen wir einen weiteren Schlüssel zum Krebsrätsel und der Vielgestaltigkeit der Endobiose, die sicherlich zu vielen chronischen und therapieresistenten Leiden führt.

Vereinfachte Darstellung der im Blut auftretenden Elemente
Erythrozyten - Leukozyten - Thrombozyten

Unser Blut ist ein "flüssiges Organ". Es ist unser einziges Transportmedium im Körper. Es besteht aus festen Bestandteilen - den Blutzellen und einem flüssigen Medium, dem Plasma. Dieses Blutplasma besteht zu 90% aus Wasser und ca. 8 % kolloid gelösten Eiweißen und dazu unterschiedliche Mengen gelöster Salze: wie z.B. Natrium-, Calzium-, Kalium,- Chloridionen, Puffersysteme wie Natriumbicarbonat usw.
Die Blutzellen, die festen Bestandteile, tragen wesentlich zur hämatologischen Diagnostik bei.
Hauptsächlich werden 3 Zellklassen unterschieden:

ERYTHROZYTEN = rote Blutkörperchen
Gesunde Erythrozyten haben Diskusform, eine Delle in der Mitte und glatte ebenmäßige Konturen. Sie sind ca. 7,5µm große runde Scheiben im gesunden Organismus ohne irgendeinen erkennbaren Inhalt. In unserem Blut besitzen die Erythrozyten wichtige Transportfunktionen für Sauerstoffzufuhr und Kohlendioxidabtransport. Ihre rote Farbe haben die Erythrozyten durch das Hämoglobin - dem roten Blutfarbstoff.

LEUKOZYTEN = weiße Blutkörperchen
Leukozyten sind weiße Blutzellen. Sie enthalten kein Hämoglobin. Wir unterscheiden je nach ihren verschiedenen Funktionen und Formen. Sie sind die Polizei in unserem Körper, sie haben zahlreiche Abwehrfunktionen zu bewerkstelligen.

Die LYMPHOZYTEN werden in den lymphatischen Organen, z.B. der Thymusdrüse gebildet und können auf körperfremde Stoffe ebenfalls spezifische Abwehrfunktionen ausüben.

THROMBOZYTEN = Blutplättchen
Sie haben wichtige Funktionen bei der Blutgerinnung inne.

Die folgende Abbildung zeigt die Entwicklung des Blutparasiten im Erythrozyten ( = rote Blutkörperchen) d.h. intrazellulär. Die folgende Abbildung ist eine Originalzeichnung Dr. Wilhelm von Brehmers. Man erkennt deutlich, wie die einzelne Blutzelle von innen heraus zerstört wird und wie bei fortschreitender Entwicklung des Parasiten kaum noch etwas ihrer ursprünglichen Struktur übrigbleibt, es verbleibt ein Schatten ihrerselbst und die Parasiten können überwuchern.

zurück  

Dyskratische Veränderungen des Blutes und Tumormilieu

Für den bekannten Onkologen Dr. med. Josef Issels (1908 - 1998), der sich stets für eine ganzheitliche Tumortherapie eingesetzt hat, verkörpert ein "Tumormilieu" eine krebsfreundliche Säftemischung, die sich in charakteristischen Veränderungen des Blutbildes bemerkbar macht. Er beschreibt dies als "Dyskrasie" und schließt sich damit an die großen Ärzte der Vergangenheit an - von der Antike bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts -, die aufgrund von Beobachtungen und Erfahrungen die Auffassung vertraten, daß alle chronischen Krankheiten und damit auch der Krebs auf eine "Entmischung der Körpersäfte" zurückzuführen seien, daß der Krebs auf einer sehr komplexen Stoffwechselentgleisung beruhe, verbunden mit dem Unvermögen des Körpers, sich der anfallenden Gifte zu entledigen.
Bereits Hippokrates (460 - 377 v. Chr.) spricht erstmalig bei bösartigen Geschwülsten vom "Karkinoma". Er macht dafür die "Entmischung der Säfte" - des Blutes, des Schleims und der Galle - und dadurch im Körper entstehenden Stoffwechselgifte - insbesondere die Bildung der "Schwarzen Galle" - ursächlich verantwortlich. Er bezeichnet diese Entmischung der Säfte als "humorale Dyskrasie".
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war diese humoralpathologische Auffassung eines Hippokrates, eines Galen, eines Paracelsus führend in der Medizin.
Durch dieses Tumormilieu wird die Biochemie und auch die Struktur des Blutes pathologisch verändert. Als Tumormilieu bezeichnen wir daher ein biochemisches Milieu, in welchem Krebsparasiten bzw. Krebszellen alles finden, was sie brauchen, um sich erhalten und schnell vermehren zu können, es hat eine "krebsfreundliche" Säftemischung - es ist dyskratisch verändert.
Kein Tumor entwickelt sich ohne Tumormilieu. Aber nicht in jedem Tumormilieu entwickelt sich zwangsläufig ein Tumor. Eine weitere Voraussetzung dafür ist eine hochgradige Schwäche der körpereigenen Abwehr, d.h. ein Zusammenbruch der Resistenz.

Tumormilieu nach Josef Issels (1907-1998) Reproduktion aus seinem Buch:
"Mehr Heilungen bei Krebs"

Dyskrasiesymptome im Blut
Im gesunden Blut sind alle Blutzellen frei beweglich und gut nebeneinander sichtbar. Die Erythrozyten sind frei beweglich und ohne "Flimmern" nebeneinander zu erkennen. Sie berühren sich nur tangential = seitlich, kein Verklumpen, kein Zusammenfließen. Fibrinfäden sind nur sehr vereinzelt wahrzunehmen.

Im kranken Blut ist das Aussehen des Blutes durch Struktur und Formveränderung aller Blutzellen stark verändert und die Tendenz zur Verklumpung bzw. Verthrombung ist stark erhöht. Die Blutzellen sind durch innere Einschlüsse verschiedener Größenordnung befallen. Das Ausmaß dieser Veränderungen des Blutes ist der Indikator für die Beurteilung der Virulenz = Grad der Aggressivität bzw. Giftigkeit des entarteten Säftemilieus. Je abnormer die biochemische Beschaffenheit des Blutes ausgeprägt ist, umso ausgeprägter ist auch sein parasitärer Befall.

Wenn man hieraus auch keine direkten Rückschlüsse auf die namentlich verursachende Krankheit ziehen kann, so kann man doch sicher sagen, daß jede chronische Erkrankung auf einer Dyskrasie, nämlich auf einem komplex-gestörten Stoffwechsel beruht. Man muß mit aller Deutlichkeit betonen, daß letztlich alle chronischen Erkrankungen auf einen gemeinsamen Nenner - auf Entgleisung des inneren Milieus - zurückführen sind.

Während in der Lebendblutbetrachtung nur die für das Tumormilieu charakteristische Anordnung der Blutzellen und des Fibrins erkennbar ist, können durch die modifizierte Gramfärbung nach von Brehmer auch die Inhalte der Blutzellen deutlicher sichtbar gemacht werden.

Die meisten Krebspatienten sind im Zustand einer Dyskrasie 3. Grades. Unsere therapeutische Aufgabe soll es nun sein, den Normalzustand wieder herzustellen. An erster Stelle steht dabei die "Befreiung des Organismus von angesammelten Stoffwechselschlacken", das bedeutet eine konsequente Entgiftung und Entschlackung.

Diese beiden Abbildungen zeigen annähernd gesundes Blut.

Die Typen der Dyskrasie
Im gesunden Blut sind alle Blutzellen frei und beweglich nebeneinander. Sie berühren sich nur tangential = seitlich, kein Verklumpen, kein Zusammenfließen. Fibrinfäden sind nur sehr vereinzelt wahrzunehmen. Im gesunden Blut sind die Blutzellen gut nebeneinander sichtbar. Die Erythrozyten sind frei beweglich und ohne "Flimmern" nebeneinander zu erkennen.

Dyskrasie 1. Grades

Dyskrasie 1. Grad ist charakterisiert durch kleine Gruppen aneinander bzw. übereinander gelagerter Erythrozyten, sie weisen bereits leichte Deformierungen auf. Auch die Leukozyten sind meist sichtbar deformiert, man sieht die Erythrozyten überwiegend noch relativ frei nebeneinander liegend, sie enthalten aber vielfach feinkörnige bis gröbere Innenstrukturen und außerdem wird eine Belastung des Plasmas sichtbar.

Dyskrasie 2. Grades

Dyskrasie 2. Grad: Hier finden wir Erythrozytenhaufen in "dachziegelartig" überlappter Anordnung, bzw. Geldrollenbildung. Dazwischen zahlreiche, oft dichte Fibrinhaufen. Eine Geldrollenbildung und Verthrombung nimmt zu. Wir finden Haufen von aneinanderklebenden Erythrozyten, durchweg mit hell leuchtenden Stäbchen und Bläschen in unregelmäßiger Größe, sowohl in den Zellen als auch im Plasma.

Dyskrasie 3. Grades

Dyskrasie 3. Grad: Sie ist durch große Erythrozytenhaufen meist in sehr dichter Geldrollenform und große sehr dichte Fibrinhaufen charakterisiert. Alles ist sehr undurchsichtig und dicht angeordnet. Die einzelnen Blutzellen sind kaum noch voneinander zu trennen oder es sind nur noch Reste von Blutzellen sichtbar. Deutlicher zeigt uns wieder die Ausstrichfärbung, was für Formen sich im Blut und im Plasma befinden.

zurück  

Therapieverlauf bei einer Tumorpatientin

Mit der Blutdiagnostik im Dunkelfeld haben wir eine ausgezeichnete Möglichkeit zur Kontrolle der Wirksamkeit biologischer Tumortherapien. Die folgenden Abbildungen zeigen Ausstrichfärbungen des Blutes einer Tumorpatientin. Durch tumorabbauende Therapien - z.B. durch immunisierende Behandlungen - werden Tumorzellen zum Zerfall gebracht. Diese toxischen Zelltrümmer bzw. Abbauschlacken werden in Blut und Lymphe verbracht, um dann zur Ausscheidung zu gelangen.
Die Abbildungen zeigen, daß bei weiterer konsequenter biologischer Tumortherapie die Toxizität des "Plasmabefalls" wieder zurückgeht, um letzendlich fast ganz zu verschwinden. Es konnte gezeigt werden, daß durch solche biologisch-ausleitenden Therapien Toxine aus den Blutzellen ins Plasma verbracht werden, um dann letztendlich vollends ausgeleitet zu werden.

Tumorblut-Veränderung während einer biologischen Tumortherapie:

Vor einer biologischen Tumor-Therapie
Während der Therapie
Gegen Ende der Therapie
Nach der biologischen Tumor-Therapie

Wie in der letzten Abbildung gezeigt, können die Blutzellen wieder aussehen nach erfolgreicher biologischen Tumor- bzw. konsequenten Entgiftungstherapie. Der Zeitraum betrug ca. eineinhalb Jahre.

zurück